Ich habe mir ein Fahrrad gekauft!
Eine meiner besten Entscheidungen in Irland. Der Fahrradhändler hat mir ein altes Rennrad angedreht. Nach den ersten 100m habe ich auch schon gemerkt, dass außer dem Alter nichts an dem Rad schlecht ist.
Es fährt sich super, es bremst gut, es ist leicht und es ist schnell!
Aus diesen Gründen habe ich auch beschlossen, nächste Woche den Ring of Kerry mit meinem Rad zu meistern. Da habe ich mir etwas vorgenommen! ![]()
Der Ring of Kerry ist eine 170km lange Küstenstraße in Kerry und das beliebteste Ausflugsziel für Touristen. Allerdings mit dem Bus.
Da ich derzeit konditionell eine Niete bin, habe ich dieses Wochenende versucht, mich ein bisschen vorzubereiten. Mit einem Ausflug nach Kinsale am Samstag und eine Fastumrundung der Halbinsel Sheep’s Head am Sonntag.
Ich muss zugeben, ich war schon mal besser in Form.
Die kleine Küstenstraße, die ich Sonntags von Bantry aus eingeschlagen hatte, entpuppte sich als wahres Juwel. Ca. 10 Autos bin ich über dem gesamten Tag verteilt auf der Halbinsel begegnet. Vielleicht genau so vielen Einwohnern, vielen Schafen, Kühen und einigen Hunden.
Die Landschaft war großartig und das Wetter hat mitgemacht. Nur das Höhenprofil strengte an. Keine lange Steigung wie an einem Berg, dafür alle 300m ein starker Wechsel. Das schlaucht mehr als der Feldberg im Taunus. Vor allem mit einer Rennradübersetzung.
Von Saftigen grünen Wiesen, rauem Meer, seichter Bucht und schroffen kargen Felslandschaften habe ich alles gesehen. Irland komprimiert sozusagen.
Dabei war meine kleine Reise nicht ungefährlich. Ich empfehle, niemals schnell um eine Irische Kurve zu fahren. Außer den zahlreichen Schlaglöchern erwarten einen um die Ecke noch ganz andere Überraschung. So bin ich fast seitlich in ein Schaf gefahren, hätte dieses nicht so schnell reagiert. Die Weidezäune sind meistens alt und kaputt, sodass es für die Tiere ein leichtes ist eigene Weidegründe zu erschließen. Der Straßenrand scheint dabei der beliebteste Ort zu sein.
Gegessen habe ich für stolze 20€ Kartoffelsuppe, Rinderschmorbraten mit Kartoffelbrei und Gemüse sowie Schokoladentorte. Typischer deutsch hätte es nicht sein können
Mehr als Fleisch, wurde frischer Fisch angeboten. Woran das wohl liegen mag…
Mein Ausflug endete wie er begann, im Bus. Die insgesamt 4h Fahrt von Cork nach Bantry und zurück haben mich mit Fahrradticket insgesamt 34€ gekostet. Ein Wucher, wenn man bedenkt, dass für 11€ eine 4h Fahrt von Dublin nach Cork zu haben ist.



















endlich sehe ich dich mal wieder :-*
Wow, was eine Idylle… Klingt geil, sieht total entspannt aus! Wir haben uns hier vor ein paar Tagen auch Räder von den Venezuelanern geliehen und sind durch die Stadt und über den Deich gefahren.
Insofern kann ich das Feeling zumindest ein bißchen nachvollziehen. Super!
Das klingt ein wenig nach Urlaub auf einer Nordseeinsel.
Super Bilder, toller Bericht!
Wir wünschen Dir eine richtig gute Zeit in Irland.
Liebe Grüße aus Frankfurt
Michaela
Allerdings hatten unsere Fahrräder keine Gangschaltung Lars
Sieht nach einer Menge Spaß aus!
Echt super Fotos, ganz neidisch
Ihr hattet keine Gangschaltung, im Land des Gangschaltungsmonopolisten Shimano? Das ist ja mal was!